RCF Rosenkreuzer Freundeskreis Rosecrucian Fellowship
 
 
 
 

Rosenkreuzer Philosophie

Die Philosophie der Rosenkreuzer (nach Max Heindel)

Der Mensch begann vor Jahrmillionen seine Evolution als unbewusster, göttlicher Funke, der in die materielle Welt hinabstieg, um durch Erfahrungen zu reifen und sein Bewusstsein zu entwickeln. Am Ende dieser evolutionären Reise wird er als ein geläutertes, vergöttlichtes Wesen zu seinem Schöpfer zurückkehren.

Das große Vorbild, das uns dieses Ideal erstmals vorgelebt hat, ist Jesus Christus. Er ist das Licht der Welt, der uns durch seine Lehre der unbeschränkten und alles umfassenden Liebe den Weg zum Vater zeigt. Dieses hohe Ziel kann der Mensch nicht in einem einzigen Leben verwirklichen.

Wie die Natur sich im jährlichen Rhythmus von Werden und Vergehen langsam aber stetig weiterentwickelt, so vollzieht auch der Mensch seine Entwicklung in rhythmischen Kreisläufen. Der tägliche Rhythmus von Erwachen, bewusster Tätigkeit in der materiellen Welt, Einschlafen, Träumen und erholsamem Tiefschlaf ist nur ein kleines Abbild des großen Rhythmus von Geburt, Leben, Sterben und Wiedergeburt.

In zahlreichen Inkarnationen kehrt der Mensch auf die Erde zurück, um die Arbeit seines vorherigen Erdenlebens in neuer Umgebung und unter neuen Bedingungen weiterzuführen. Die Zeit zwischen den Inkarnationen verwendet er zur Regeneration und Verinnerlichung der gemachten Erfahrungen. Sie bilden die Grundlage für seine Talente, die ihm in seinem nächsten Leben zur Verfügung stehen, sowie für das innere Gewissen, das ihn davor bewahren soll, auf das alte Niveau zurückzufallen.

Der Mensch schafft sich Glück und Unglück selbst, "...denn was einer säet, das wird er auch ernten", lehrte schon der Apostel Paulus in seinem Brief an die Galater (6,7).

Gott gab uns die Freiheit, unseren Weg selbst wählen zu können, sowie die Geschwindigkeit unseres Wachstums selbst zu bestimmen.

Manche eilen in der Entwicklung weit voraus und erreichen schon heute Entwicklungsstufen, die die Masse der Menschen erst in ferner Zukunft erreichen wird. Wir verehren diese "Älteren Brüder" als heilige oder hohe Eingeweihte auf dem Pfad der Liebe. Sie stehen uns gemeinsam mit Christus zur Seite, wenn wir sie nur darum bitten.

Die Kosmo-Konzeption, das Grundlagenwerk von Max Heindel, will in einem logisch zusammenhängenden Gedankengebäude Aufschluss geben über die Zusammensetzung des Menschen, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten. Sie erläutert seine Stellung in Bezug zu allen anderen Wesen der Schöpfung, den Weg seiner Entwicklung und gibt einen Überblick über die Rhythmen und Kreisläufe, mit denen er lebt. Sie beschreibt einen neuen Blickwinkel zur Bibel als "heiligem Buch" der christlichen Welt und gibt Hinweise, auf welche Weise die Christus-Nachfolge zu verwirklichen wäre.

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